unser Thema: Der Grosse Brauch auf Schloss Kyburg


 
Die Gegend um Oerlikon gehörte bis 1442 zur Grafschaft Kyburg. Für die Gestaltung der Kostüme war jedoch das 18. Jahrhundert massgebend, in welchem auf der Kyburg alljährlich im Herbst die sogenannte «Brauchsteuer» festgelegt wurde. Die «Brauchsteuer» war jene Abgabe, welche die Verwaltungsaufgaben der Vogtei zu decken hatte. Im Gegenzug organisierte der Vogt ein Fest auf der Kyburg - den Grossen Brauch. Zahlreiche Amtsträger aus der Landvogtei waren eingeladen: Untervögte, Weibel, Landrichter, Steuervögte und weitere mehr. Der Landvogt hatte im Jahresverlauf die Ausgaben aus der eigenen Tasche bezahlt und konnte nun diese Kosten mit der Brauchrechnung zurückfordern. Die Untertanengemeinden hatten dann gemäss einem seit langem bestehenden Verteilschlüssel die Brauchsteuer zu entrichten. Das Thema «Brauchrechnung» wurde von der Zunft St. Niklaus aufgenommen und für ihren Auftritt am Sechseläuten in Szene gesetzt.